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Abnehmen für Hunde - Vermeide diese 4 Fehler

Heute zeige ich dir, welche Fehler du bei der Diät deines Hundes vermeiden solltest.

 

Wenn du dir noch nicht sicher sein solltest, ob dein Hund auch wirklich abnehmen sollte, dann lies gerne einmal folgenden Artikel:

"Ist mein Hund zu dick? 5 Merkmale an denen du das erkennen kannst"

 

1. Fehler: Das Futter pauschal reduzieren

Die Idee, die Menge an Futter zu reduzieren ist vom Prinzip her gar nicht so schlecht. Hierbei musst du jedoch beachten, dass dein Hund nicht nur seine Energie aus dem Futter zieht, sondern auch sämtliche Vitamine und Mineralien in seiner täglichen Futterration enthalten sind. Fütterst du nun einfach weniger, so kann es passieren, dass der Vitamin- und Mineralienbedarf nicht mehr ausreichend gedeckt es. Führst du nun dem Körper auf längere Zeit zu wenig Vitamine und Mineralien zu, kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

 

Gleichzeitig kann auch bei einer reduzierten Menge, die Menge insgesamt nicht ausreichen um den Hund zu sättigen. Wir kennen es von uns selbst, hungern und ein knurrender Magen macht unzufrieden und dein Hund lechzt nur noch mehr nach Essen.

 

Es ist auch nicht immer unbedingt die Menge Schuld am Übergewicht, manchmal ist die Zusammensetzung des Futters für deinen Hund einfach nicht die Richtige.

 

 

Wichtig ist es hier das richtige Diätfutter für deinen Hund zu finden. Das kann ein Fertigfutter (Trockenfutter/Nassfutter) oder aber auch ein Frischfutter (BARF/selbst gekochte Ration) sein. Jeder Hund hat hier andere Bedürfnisse. Das Futter sollte dementsprechend an die jeweiligen Grundbedürfnisse angepasst werden. Hier kann es helfen sich einmal von einem Profi beraten zu lassen.

2. Fehler: Zu wenig und die falsche Bewegung

 

Oft entsteht Übergewicht nicht nur durch zu viel Futter, sondern auch gleichzeitig durch zu wenig Bewegung.

 

Erhöhe die Zeit die du aktiv mit deinem Hund verbringst. Aber auch hier gilt es, ein gesundes Maß zu finden. Ist dein Hund bereits stark übergewichtig, gib ihm die Möglichkeit sich mehr zu bewegen, ohne Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke zu überlasten. Lieber öfter mit dem Hund spazieren gehen, als den Hund mit zu großen Runden zu erschöpfen. Die Devise lautet: regelmäßige, gleichmäßige und schonende Bewegung.

 

Schonend für die Gelenke sind zum Beispiel 

  • Ruhige Spaziergänge (Bei hohem Gewicht lieber kurze Runden, dafür öfter)
  • Suchspiele (Ja, auch das verbraucht ordentlich Energie! Aber besser das Lieblingsspielzeug suchen lassen als Leckerlies.)
  • Bewegung im Wasser (z.B. Schwimmen)

Bei Übergewicht schädlich für die Gelenke sind beispielsweise

  • Ball- und andere Wurfspiele (Das Abstoppen bringt große Belastungen und Gewicht auf die Gelenke.)
  • Springen in jeglicher Form (Hier ist die Landephase meist das Problem!)
  • Je nach Höhe des Übergewichtes: Radfahren

3. Fehler: Du unterschätzt das Übergewicht deines Hundes

 

Von Übergewicht beim Hund spricht man, wenn der Hund bereits 10 % mehr wiegt, als es für seine Rasse üblich ist. Bei 20 % mehr, spricht man bereits von Fettleibigkeit. Besonders bei kleinen Hunden liegt dieses "mehr" an Körpergewicht in der Grammzahl! Hier zwei Beispiele:

 

1. Beispiel

 

Ein Hund mit einem Idealgewicht von 5 Kg ist bereits mit 5,5 Kg übergewichtig und mit 6 Kg fettleibig

 

2. Beispiel

 

Ein Hund mit einem Idealgewicht von 20 Kg ist bereits mit 22 Kg übergewichtig und mit 24 Kg fettleibig

4. Fehler: Unkontrolliertes snacken zwischendurch

Klar, die meisten würden bei der Hundediät sagen: "Keine Leckerchen!". Ich bin jedoch der Meinung, dass es hierbei darauf ankommt, ein gesundes Maß zu finden. Der goldene Mittelweg also. Vermieden werden sollte lediglich das unkontrollierte Snacken von kalorienreichen Futtermitteln zwischendurch. Das bedeutet nicht einfach hier Mal etwas und dort Mal etwas dem Hund zu geben. Denn Schwupps, sind wieder mehr Kalorien im Hund verschwunden als gedacht.

 

Am besten ist es, sich für den Tag Leckerchen bereit zu legen, die der Hund auf jeden Fall bekommen darf.

Damit gibt es keinerlei Einschränkungen, man hat jedoch auch einen Überblick darüber, was der Hund tatsächlich im Verlauf eines Tages alles frisst. Außerdem lässt sich die Menge der Leckerchen so auf das Futter abstimmen. 

 

Gleichzeitig ist es sinnvoll auf gesunde Leckerchen umzusteigen. Hier kann es auch gerne einmal auf ein Stück (!) Möhre, Gurke oder Melone sein. Hunde, die nicht gerne Gemüse und Obst essen, können auch zum Beispiel kleine Stückchen Rinderlunge bekommen. Auch hier gilt: Schau was dein Hund gerne mag und was er verträgt. Denn jedes Tier ist anders.

Andrea Sauerländer

Pferde- und Hundephysiotherapie,

Pferde- und Hundeosteopathie,

Akupunktur und mehr

 

 

Tel.: 017638381435

E-Mail: info@sauerlaender-tierphysio.de

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