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Fütterung und Dosierung der Hagebutte für Hund und Pferd

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Leuchtend rot finden wir die Hagebutte an Sträuchern am Wegesrand. Und kaum einer ahnt, wie wertvoll ihre Inhaltsstoffe sind. Die kleine Frucht kann wunderbar zur Unterstützung in der Tierphysiotherapie gegeben werden. Sie enthält viele wertvolle Nährstoffe, wie Vitamin C, B1, B2 und E, Lycopin und Flavonoide. Neben ihrem sehr hohen Vitamin C Gehalt und den enthaltenen Antioxidantien hat sie aber auch eine weitere nicht zu verachtende Eigenschaft. 

 

Die Hagebutte hilft nämlich nicht nur das Immunsystem zu unterstützen, sondern auch Entzündungsprozesse in Gelenken einzudämmen. 

Damit ist sie der perfekte kleine Helfer, da wir dem Hund und dem Pferd keine synthetischen Stoffe anbieten, sondern hier die volle Wirkung der Natur für uns nutzen können.

 

Ich werde im Folgenden auf die Fütterung beim Hund und beim Pferd gesondert eingehen, da in unterschiedlicher Form gereicht wird. Zum Abschluss findest du einen kleinen Abschnitt, in dem du erfährst, wie man selber Hagebutten trocknen kann.

Fütterung und Dosierung der Hagebutte beim Hund

Warum dem Hund Hagebutte füttern?

Beim Hund kann die Hagebutte insbesondere bei entzündlichen Prozessen im Gelenk, wie zum Beispiel bei Arthrose und Ellbogen- oder Hüftgelenksdysplasie, wertvolle Dienste leisten.

Außerdem unterstützt das enthaltene Vitamin C den Hundekörper bei der Aufnahme von Mineralstoffen, indem es ihnen hilft durch die Darmwand und damit in den Körper zu gelangen. Das Immunsystem wird gestärkt, der Hund bleibt fit und gesund.

 

Wie soll ich dem Hund die Hagebutte anbieten?

Die Hagebutte wird dem Hund am besten in Form eines Pulvers angeboten. Nur so können die Wirkstoffe am besten vom Hund im Darm aufgenommen werden. Bei Hunden mit Nieren- oder Blasenproblemen sollte vor einer Einnahme Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt genommen werden, ob die Fütterung der Hagebutte ratsam ist, da sie eine leicht harntreibende Wirkung haben kann. Zudem sollte die Hagebutte nur Kurweise (ca 4 - 8 Wochen) gefüttert werden.

 

Wie soll ich das Hagebuttenpulver für den Hund dosieren?

Zunächst einmal gibt es unterschiedliche Hersteller für das Hagebuttenpulver. Aufgrund der unterschiedlichen Konzentration von Hagebutte im Pulver sollte der Anwender hier in jedem Fall auf die Dosierungsempfehlung des Herstellers achten. Bekannte Hersteller sind zum Beispiel Lunderland, AniForte und cdVet.

 

 

Solltest du selber Hagebuttenpulver herstellen, indem du die Hagebutten sammelst und trocknest, dann kannst du dich an dem Gewicht deines Hundes orientieren. Pro 5 KG Körpermasse kann ca 1 g Pulver pro Tag verfüttert werden.

Für die Abmessung kannst du eine Löffelwaage verwenden. Ich benutze diese günstige Waage auf dem Bild.

Fütterung und Dosierung beim Pferd

Warum dem Pferd Hagebutte füttern?

Aufgrund ihres hohen Vitamin C Gehaltes sind sie insbesondere in den Wintermonaten eine perfekte Unterstützung für das Immunsystem. Genau wie beim Hund haben wir hier zum Beispiel für Arthrosepatienten eine Eindämmung der Entzündungsprozesse im Gelenk. Zudem hat die Hagebutte aufgrund ihrer Nährstoffdichte einen positiven Effekt auf das Hufwachstum und damit den Zustand der Hufe.

 

In welcher Form soll ich dem Pferd die Hagebutte anbieten?

Hagebutten werden dem Pferd in getrockneter Form ganz, geschrotet oder in Pulverform angeboten.

 

Die meisten Pferde fressen Hagebutten sehr gerne. Daher kann die rote Frucht in getrockneter, ganzer Form als Leckerlie direkt aus der Hand angeboten werden. Hier hast du natürlich die Möglichkeit die Hagebutten selber zu trocknen oder sie bei einem Hersteller zu kaufen.

 

Wie soll ich die Hagebutten für das Pferd dosieren?

Empfehlenswert ist eine Menge von ca 25 - 40 g in getrockneter Form. (Dosierungsempfehlung des Herstellers beachten)

Auch beim Pferd ist eine kurweise Gabe (4 - 8 Wochen) empfehlenswert.


Hagebutten selber trocknen

Ich habe es bereits angesprochen, du kannst die Hagebutten auch selber trocknen.

Hierbei ist es wichtig, die Hagebutten besonders schonend zu trocknen, damit alle wertvollen Inhaltsstoffe enthalten bleiben.

 

Zunächst einmal solltest du die gesammelten Hagebutten waschen und entkernen. Danach kannst du sie entweder im Backofen oder im Dörrautomat, jeweils bei 30 bis 40 Grad, trocknen.

 

Für die Trocknung im Backofen breite die Hagebutten flächig auf einem mit Backpapier ausgebreitetem Blech aus und schiebe das Blech auf der mittleren Schiene in den Backofen. Während des Trocknungsprozesses ist es wichtig die Feuchtigkeit aus dem Backofen regelmäßig herauszulassen, sprich regelmäßig die Backofentür zu öffnen. Alternativ kannst du auch ein mehrfach gefaltetes Trockentuch zwischen Backofentür und Backofen klemmen.

Der Trocknungsprozess dauert mehrere Stunden. Du musst also viel Geduld mitbringen. Wichtig ist es, die Trocknungszeit nicht mit Hilfe von höheren Temperaturen zu verkürzen. Nur bei einer Temperatur von unter 40 Grad bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe enthalten.

 

Sobald die Hagebutten getrocknet sind, können sie zu einem feinen Pulver zermahlen werden (z.B. mit Hilfe eines Mörsers). Bei Pferden kannst du sie aber auch, wie oben erwähnt, einfach im Ganzen füttern.

 

Tipp: 

Die Anschaffung eines Dörrautomaten kann auf lange Sicht Geld sparen, da er sehr viel energieeffizienter arbeitet als die Trocknung mit dem Backofen es vermag.

Neben Hagebutten lässt sich hiermit zum Beispiel auch Obst und Gemüse ganz hervorragend trocknen.

Andrea Sauerländer

Pferde- und Hundephysiotherapie,

Pferde- und Hundeosteopathie,

Akupunktur und mehr

 

 

Tel.: 017638381435

E-Mail: info@sauerlaender-tierphysio.de

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