Ist mein Hund zu dick? 5 Merkmale an denen du das erkennen kannst

In meiner Fahrpraxis als Therapeutin sehe ich alle möglichen Rassen, Formen und Größen von Hunden. Mit zunehmender Häufigkeit sehe ich jedoch tatsächlich viel zu dicke Hunde.

Und nein, das ist nicht niedlich!

 

Denn dicke Hunde bekommen, spätestens wenn sie Älter werden, gesundheitliche Probleme und leben kürzer als ihre normalgewichtigen Kumpel.

 

Die Gelenke eines dicken Hundes müssen deutlich höheren Belastungen standhalten. Dies führt zu Schmerzen und auf lange Sicht oft zu Arthrosen. Traurig wird es, wenn der Hund aufgrund seines hohen Körpergewichts nicht einmal mehr aufstehen kann.

 

Neben Gelenkserkrankungen sind zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, eine verringerte Immunabwehr, Inkontinenz (bei kastrierten Hündinnen) und Hauterkrankungen mögliche Folgen von Übergewicht beim Hund.

Aber wann ist dein Hund zu dick?

 

Von Übergewicht spricht man, wenn der Hund 10 % mehr wiegt, als es für seine Rasse üblich ist. Bei 20 % mehr sprechen wir bereits von Fettleibigkeit. Entspricht das Normalgewicht deines Hundes also 10 Kg, so ist er bereits bei sage und schreibe 1 Kg mehr übergewichtig, bei 2 Kg mehr schon fettleibig. Ich empfehle daher ein regelmäßiges Wiegen zur Kontrolle.

 

Ist das Wiegen für dich nicht so einfach möglich, habe ich hier für dich meine 5 Merkmale, an denen, du erkennen kannst, dass dein Hund zu dick ist:

 

1. Rippen- und Beckenknochen lassen sich schwer ertasten

 

Bei einem schlanken oder normalgewichtigem Hund ist nur eine dünne Fettschicht über den Rippen zu tasten. Wenn man also mit der flachen Hand sanft seitlich über den Brustkorb streicht, lassen sich die Rippen gut ertasten.

Lassen sich die Rippen und auch die Beckenknochen jedoch nur ertasten, wenn du Druck mit der Hand ausübst, hat dein Hund buchstäblich zu viel auf den Rippen.

 

2. Es ist keine Taille erkennbar

 

Betrachte deinen Hund im Stand von oben. Ein normalgewichtiger Hund ist im Bereich der Rippen erst etwas breiter, wird im Verlauf nach hinten in der Bauchregion schmaler um dann in Richtung Becken und Hinterbeine wieder breiter zu werden.

Ebenso wie der Mensch, hat auch der normalgewichtige Hund eine Taille. Ein Hund, der zu viel Gewicht mit sich herumträgt, hat keine Taille oder sie ist nur sehr schwer zu erkennen.

 

3. Gerade Bauchlinie

 

Betrachte deinen Hund von der Seite. Die Bauchlinie deines Hundes sollte von den Rippen an bis zur Beckenregion in einer Kurve aufsteigend verlaufen. Bei übergewichtigen Hunden verläuft die Bauchlinie eher gerade.

 

4. Fettpolster

 

Fahre sanft mit den Fingern über den Rücken entlang der Wirbelsäule. Hier sollten die Dornfortsätze der einzelnen Wirbel auch für einen Laien gut zu ertasten sein. Ist dein Hund jedoch zu dick, fällt dir genau das schwer. Betaste ebenso den Brustkorb sowie den Rutenansatz.

Ein Hund der zu dick ist, hat oft Fettpolster an Rückgrat, Brustkorb und Rutenansatz.

 

5. Die Bewegungsfreude ist eingeschränkt

 

Übergewichtige Hunde haben meistens keine Lust mehr auf lange Spaziergänge. Manche möchten nicht einmal mehr ihrem geliebten Spielzeug hinterherjagen. Treppenlaufen fällt immer schwerer oder wird einfach vermieden. Der Verlust der Bewegungsfreude geht oftmals auch mit Kurzatmigkeit bei normaler Belastung einher.

Bedenke immer, dass der Verlust der Bewegungsfreude auch ein Verlust an Lebensqualität für deinen Hund bedeutet.

 

 

Solltest du dir nicht sicher sein, oder noch Fragen haben, dann melde dich gerne bei mir. Für einen physiotherapeutischen oder osteopathischen Check Up stehe ich dir jederzeit gerne zur Verfügung.

Andrea Sauerländer

Pferde- und Hundephysiotherapie,

Pferde- und Hundeosteopathie,

Akupunktur und mehr

 

 

Tel.: 017638381435

E-Mail: info@sauerlaender-tierphysio.de

AGB