Pferdephysiotherapie bei Atemwegsproblemen

Ich habe mir heute vorgenommen, ein bischen was über Atemwegsprobleme bei Pferden zu schreiben. Und ich muss ehrlich sagen, dieses Thema ist ein unheimlich weites Feld. Es gibt zu den einzelnen Atemwegserkrankungen bereits viele viele Beiträge im Internet. Und ich bin mit Sicherheit nicht DER Experte für einzelne Erkrankungen. Deswegen werde ich hier auch nichts über bestimmte Erkrankungsformen schreiben.

Trotzdem kann ich euch ein bischen was davon berichten, wie die Physiotherapie und die viszerale Osteopathie als ergänzende Therapie bei einer Erkrankung der Atemwege helfen kann.

Denn, es gibt viele Muskeln, die bei der Atmung helfen. Zu nennen sind insbesondere das Zwerchfell, die Bauchmuskulatur und die Zwischenrippenmuskulatur. Leidet oder litt das Pferd unter einer Atemwegserkrankung, ist diese Muskulatur, die der Lunge bei der Atmung behilflich ist, oft stark verspannt. Diese Verspannungen führen nicht nur zu einem Unwohlsein des Pferdes. Sie können auch dazu führen, dass das Pferd nicht mehr richtig tief durchatmen kann.

Dabei ist eine funktionierende Atmung unerlässlich. Für fasst alle im Körper ablaufende Prozesse benötigt der Pferdekörper Sauerstoff. Ist die Atmung in irgendeiner Weise eingeschränkt, wirkt sich dies auf den ganzen Organismus aus. Es kommt dann unter anderem auch in den Muskeln nicht genügend Sauerstoff an. Und gleichzeitig kann der verbrauchte Sauerstoff als Abfallprodukt nicht richtig abtransportiert werden.

Selbst eine leichte Atemwegserkrankung kann damit die Leistungsfähigkeit deines Pferdes einschränken.

 

Mit Hilfe der Physiotherapie und der viszeralen Osteopathie kann der Therapeut dem Pferd helfen wieder freier durchzuatmen. Er hilft mit sanften Techniken die verspannte Muskulatur zu lösen und die typische Eigenbewegung der Organe wieder herzustellen. Ergänzend kann hierbei mit Taping oder auch Akupunktur gearbeitet werden.

Ziel der Physiotherapie ist es dabei, die Blutzirkulation und die Elastizität im Gewebe zu verbessern. Damit einher geht die Verbesserung der Vitalfunktionen und der Leistungsfähigkeit.

 

Hilft man diesen Strukturen nicht, so kann dies zu weiteren Störungen im Organismus führen. Das liegt daran, dass alle Strukturen im Körper untereinander durch Faszien verbunden sind. Ist eine fasziale Beweglichkeit (z.B. die der Lunge) gestört, hat dies auch einen Einfluss auf alle benachbarten Gewebe und Strukturen. Das kann zu Dysfunktionen an anderen Organen und auch am gesamten  Bewegungsapperat führen.

Un das kann dann einer der typischen Fälle werden, in dem irgendwann eine Bewegungseinschränkung den Reiter zum Therapeuten führt. Die Ursache für die Bewegungseinschränkung ist dann oft schon nicht mehr zu ermitteln.

Es ist also wirklich wichtig, sensibel auf den Körper deines Tieres zu achten.

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