So vermeidest du das Entstehen von Genickbeulen beim Pferd

Genickbeulen beim Pferd sind nicht schön anzusehen und können das Pferd in seinem Alltag sehr stören. Aber was genau sind eigentlich Genickbeulen?

Auf dem ersten und zweiten Halswirbel befinden sich zwei Schleimbeutel (Bursa subligamenta nuachalis cranialis und caudalis). Über den Schleimbeuteln verläuft das Nackenband (ligamentum nuchae).

Bei einer Genickbeule (bursitis nuchalis) sind die Schleimbeutel aufgrund einer Entzündung stark angeschwollen. Die Schwellung tritt aufgrund des Verlaufs des Nackenbandes auf den Schleimbeuteln jeweils rechts- und linksseitig vom Nackenband auf. Neben der Schwellung ist der Bereich warm und schmerzempfindlich.

So kannst du das Entstehen von Genickbeulen verhindern:

 

1. Richige Auswahl von Halfter/Trense

Quetschungen sind mit die häufigste Ursache für Genickbeulen. Bei der Auswahl deines Halfters und deiner Trense solltest du darauf achten, dass sie im Genick nicht zu eng sitzen. Bei besonders empfindlichen Pferden ist eine Polsterung im Genickbereich sinnvoll, sowie eine breite Auflagefläche. Sollte doch einmal Druck auf den Genickbereich entstehen, wird dieser dann etwas besser verteilt.

 

2. Pferdegerechte Haltung

Genickbeulen können ebenfalls durch Prellungen entstehen. So kann es passieren, dass sich das Pferd den Nacken zum Beispiel an Trog oder Fensterrahmen stößt. Solche Verletzungen lassen sich leider nur schwer voraussehen. Je pferdegerechter die Haltungsform aber ist, umso eher lässt sich diese Art von Verletzung vermeiden.

 

3. Pferdegerechte Reitweise

Auch mechanische Reizungen können Genickbeulen hervorrufen. Dauerhaftes Reiten in starker Beugung, der sogenannten Hyperflexion bzw. Rollkur, kann zu Entzündungen im Genickbereich führen. Ebenso der falsche Einsatz von Hilfszügeln, der den Kopf des Pferdes dauerhaft zurück und abwärts zieht (z.B. zu sehen beim Einsatz von Schlaufzügeln) kann die Schleimbeutel reizen.

 

4. Aufmerksame Nachsorge

Unfälle, wie Stürze und Überschläge können passieren, auch wenn man noch so gut vorsorgt. Nach solchen Unfällen ist es aber umso wichtiger, dass man den empfindlichen Genickbereich im Auge behält und im Zweifel seinen Tierarzt zu Rate zieht.

 

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Andrea Sauerländer

Pferde- und Hundephysiotherapie,

Pferde- und Hundeosteopathie,

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